Sie überwindet Sprachgrenzen

Die freundliche Juristin, die auch die rechtlichen Fragen der SBV-Mitglieder aus der Romandie und aus dem Tessin beantwortet, heisst Nora Picchi. An ihrer Arbeit beim SBV schätzt sie die Vielseitigkeit. 

«Wir haben einen tollen Team-Geist», lobt Nora Picchi die SBV-Abteilung Rechtsdienst, «wir unterstützen einander, wenn es notwendig ist. Das ist sehr motivierend. Darum schaffte es unsere Abteilung auch, während des Corona-Lockdowns laufend die Merkblätter sehr schnell an die sich immer wieder abrupt ändernden Rechtsgrundsätze anzupassen.» Dass andere Verbände diese SBV-Merkblätter auch verwendeten, macht sie stolz. «Es hat sich gelohnt, dass wir an so manchem Abend noch bis spät gearbeitet haben», meint sie schlicht.

Man kann den SBV-Rechtsdienst mit einem Orchester vergleichen, jeder spielt ein anderes Instrument und doch ergibt sich eine gemeinsame Melodie. Will heissen, dass die einzelnen Team-Mitglieder auf verschiedene Gebiete spezialisiert sind. Nora Picchi, die fröhliche Powerfrau, würde wohl in diesem Orchester die Sängerin sein. Die Sprache beziehungsweise die Sprachen sind ihre Stärken. Die Tochter von Tessiner Eltern verbrachte einen Grossteil ihrer Kindheit in Zürich, während 2,5 Jahren lebte sie mit der Familie in Paris. Als sie 17 Jahre alt war, zog die Familie zurück ins Tessin. Picchi bestand dort die Matura, zügelte fürs Studium aber wieder nach Zürich, wo sie nach wie vor lebt.

Sie wechselt die Sprachen 

In ihrem Berufsalltag switcht Picchi von der einen Sprache in die andere. Sie vermag Mitgliederanfragen auf französisch, italienisch oder deutsch zu beantworten. Zum SBV kam sie via ihre Teamkollegin Mirjam Trottmann, mit der sie an ihrer vorherigen Stelle bei der Paritätischen Berufskommission Holzbau zu tun hatte. «Mirjam hat mir erzählt, wie vielfältig die Arbeit beim SBV ist. Das hat mich gereizt. Zudem war es spannend, die Seiten zu wechseln, den Fokus auf die Sicht und den Vorteil der Unternehmer zu setzen.» Die Mutter zweier Söhne, 3,5 und 5,5 Jahre, arbeitet Vollzeit. «Wir haben ein spezielles Familienmodell», erläutert sie, «mein Partner ist bei uns Hausmann. Für uns stimmt das so. Mein Vorteil dabei ist, dass ich mir keine Sorgen zu machen brauche, wenn es abends länger wird.»

Sinn fürs Praktische 

Wobei es Picchi natürlich lieber mag, wenn sie nach der Arbeit noch auf den Spielplatz eilen kann, zu ihren Kindern. Sie zieht sich dann im Büro um und offenbart damit ihren Sinn fürs Praktische. Mit einer anderen Familie pflegt sie in der Siedlung, in der sie lebt, einen Garten. Picchi ist als Juristin zwar ein Kopfmensch, aber einer, der auch gerne mit den Händen arbeitet.

 

Autor: Susanna Vanek

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