Kurzarbeit: Regierungsräte wenden sich an Bundesrat

Gesuche für Kurzarbeit sollen wieder komplizierter werden. Nun protestieren Regierungsräte dagegen beim Bund. Sie fordern, dass das Verfahren zur Beantragung von Kurzarbeit vereinfacht bleibe, weil ansonsten Konkurse und Entlassungen drohen würden.

Im August laufen viele Kurzarbeitsgesuche aus, gleichzeitig plant der Bundesrat, das Verfahren wieder zu normalisieren. Was bedeuten würde, dass den Unternehmen nicht nur ein grosser administrativer Aufwand droht, sie müssten auch lange auf den Bescheid, ob ihr Antrag für Kurzarbeit genehmigt wird, warten. Die Crux ist, dass sich die Kurzarbeit als wichtiges Instrument für die Erhaltung von Arbeitsplätzen erwiesen hat. Das ruft nun mehrere Regierugsräte auf den Plan. Der Aargauer Urs Hofmann kritisiert den Bund und fordert die Volkswirtschaftsdirektoren in einem Schreiben auf, beim Bundesrat zu intervenieren.

Auch die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh ist beunruhigt. In einem Schreiben an Bundesrat Guy Parmelin (SVP) äussert sie die Befürchtung, eine Normalisierung der Gesuchsstellung für Kurzarbeit könne zu einer Insolvenzwelle führen.

Support erhalten die Volkswirtschaftsdirektoren von den Stellen, die die Gesuche bearbeiten müssen. Sie befürchten, dass sie bei einem Entfall der Erleichterungen die Gesuche nicht mehr zu bearbeiten imstande sein werden, weil im September viele Unternehmen ihr Gesuch erneuern werden.

Ob der Bund weitereichende Vereinfachungen beschliesst, steht noch nicht fest.

Der SBV wird seine Mitglieder via eine Mitgliederinfo darüber informieren, was Unternehmen nun machen müssen.

 

Autor: Susanna Vanek

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