«Er hat im Kurs in Portugal sehr viel gelernt»

Auch im nächsten Januar und Februar führt der SBV seine beliebten und bewährten Weiterbildungskurse in Spanien und Portugal durch. Davon profitieren Arbeitgeber und -nehmer. 

 

Wie können Unternehmen ihre Mitarbeitenden fördern, wenn diese nicht deutsch sprechen? Marco Capatt, Abteilungsleiter Hochbau der Churer Bauunternehmung Mettler Prader AG erläutert: «Bei uns arbeiten 90 Prozent Portugiesen, die sich untereinander in ihrer Muttersprache unterhalten. Mit den Polieren und der Administration verständigen sie sich auf Italienisch. So kommt es, dass sie nur über sehr schlechte oder keine deutschen Sprachkenntnisse verfügen.» Die Lösung für das Unternehmen Mettler Prader AG: Sie schicken die Angestellten in die SBV-Weiterbildungskurse nach Portugal. In Spanien finden ebenfalls Weiterbildungskurse statt. Die Kurse werden in Absprache mit dem SBV von dortigen Fachleuten gehalten, auf Portugiesisch und Spanisch. Die spanischen und portugiesischen Experten stehen in einem regen Austausch mit dem Departement Bildung des SBV. Sie absolvieren auch jährlich eine Weiterbildung in der Maurerlehrhalle Freiburg. So stellt der SBV die Qualität der Ausbildung sicher.   

 

Nicht nur wegen dem Lohn 

 

Aktuell haben bei Mettler Prader AG drei Mitarbeitende Interesse an den Kursen. Capatt erläutert: «Es geht ihnen nicht nur darum, dass sie anschliessend einen höheren Lohn beziehen können. Sie sind auch daran interessiert, sich für den Berufs-Alltag zu verbessern. Sie wissen, dass sie von den Kursen in Sachen Fachwissen profitieren. Wir, wiederum, sind froh, wenn unsere Angestellten ihren Alltag auf der Baustelle kompetenter zu bewältigen vermögen.»    Einer, der den Kurs im Jahr 2019 absolviert hat, ist José Antonio Barbosa Soares, Bauarbeiter bei der Mettler Prader AGCapatt sagt: «Der Kurs hat ihm sehr gefallen. Wir haben auch gemerkt, dass er viel gelernt hat. Das setzt er jetzt im Arbeitsalltag um.» 

 

Die nächsten Daten 

 

Die nächsten Kurse finden vom 4. Januar 2021 bis zum 26. Februar 2021 statt. In Spanien werden die Kurse im Ausbildungszentrum der Fundación Laboral de la Construcción in Santiago de Compostela bei Coruña durchgeführt. Portugal werden zwei Kurse organisiert, und zwar im Berufsbildungszentrum des CICCOPN in Avioso bei Porto und im CENFIC in Prior Velho bei Lissabon. Das Ziel  Das Ziel des Kurses ist es, spanische und portugiesische Bauarbeiter mit den Schweizer Baumethoden und -materialien vertraut zu machen. Sie lernen, Pläne zu lesen und erwerben Kenntnisse im Erstellen von Kanalisationen, Spriessungen und Schächten, im Schalungsbau und im Mauerwerksbau. 

 

Wer kommt in Frage? Die Kandidaten müssen mindestens während sechs Monaten im letzten Jahr auf Schweizer Baustellen gearbeitet haben. Sie verpflichten sich, bei der Firma, die sie für die Ausbildung anmeldet, zu bleiben. Im Gegenzug werden sie in die Lohnklasse A eingereiht. 

 

Der Parifonds Bau übernimmt die Kurskosten für ihm angeschlossene Betriebe. 

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Autor: Susanna Vanek

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