Suva kommt gesetzlich vorgeschriebenen Pflichten nach

Die Suva als Teil des schweizerischen Sozialversicherungssystems ist verpflichtet, für rund 85 000 Renten gesetzlich vorgeschriebene Rückstellungen zu bilden.

Das Ziel des Gesetzgebers ist es dabei, dass kommende Generationen nicht die Folgen von Unfällen oder Berufskrankheiten aus der Vergangenheit tragen müssen. Daher müssen alle zukünftigen Leistungen aus allen bereits geschehenen Unfällen und Berufskrankheiten durch Rückstellungen gedeckt sein. Der Vorteil für Bauunternehmer dabei ist es, dass sie mit ihren Prämien keine Unfälle aus der Vergangenheit finanzieren müssen.

Zu beachten ist dabei die lange Laufzeit von Renten. Bei den bereits gesprochenen Renten sind es im Durchschnitt 18 Jahre, bei neuen Renten rund 37 Jahre. Diese lange Laufzeit und die hohe Anzahl an laufenden Renten – zurzeit sind es wie erwähnt 85 000 – bedingen sehr hohe Rückstellungen, die die Suva auch vornimmt.

Der Bund legt auch die Höhe der Eigenmittel für die versicherungstechnischen Risiken und die Anlagerisiken gesetzlich vor. Aufgrund eingehender Analysen hat der Suva-Rat eine Bandbreite für diese Eigenmittel festgelegt, dessen Untergrenze die gesetzliche Anforderung ist und eine Obergrenze, ab welcher überschüssige Mittel an die Versicherten zurückerstattet werden. Seit 2013 konnte der Werkplatz Schweiz so um insgesamt eine Milliarde Franken entlastet werden.

Per Ende 2018 beträgt das Anlagevermögen der Suva 48 Milliarden Franken. Die Rückstellungen für Leistungen belaufen sich auf 36 Milliarden Franken, die Eigenmittel auf 12 Milliarden Franken. (sv)

Autor: Susanna Vanek

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