Bauunternehmen setzen Hygienemassnahmen um

Die Bauwirtschaft darf gemäss dem Beschluss des Bundesrates weiterarbeiten. Dies ist aus volkswirtschaftlicher Sicht sehr sinnvoll. Die Bauunternehmer legen grossen Wert auf die Sicherheit und die Gesundheit der Mitarbeitenden, wie das Beispiel der Ulrich Imboden AG, VS, beweist.

«Wir von der Ulrich Imboden AG arbeiten weiterhin im Vollbetrieb. Wir haben aber diverse Massnahmen zur Minimierung einer Ansteckung ergriffen», sagt Olivier Imboden, Verwaltungsrat und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Ulrich Imboden AG. Er zählt auf:

  • Jede fixe Baustelle verfügt über eine eigene Waschstation
  • Jede fixe Baustelle verfügt über fliessend Wasser
  • Jede fixe Baustelle hat eine Desinfektionsstation
  • Jede fixe Baustelle hat Papierhandtücher

Im weiteren werden alle Gemeinschaftsflächen wie Türgriffe, Toi Tois, Essplätze, Aufenthaltsräume, Container täglich gereinigt und desinfiziert. Benno Imboden, Sicherheitschef der Ulrich Imboden AG, führte auf allen Baustellen eine Einweisung in die Hygienemassnahmen durch. Im weiteren wurden die Mitarbeiter angewiesen die Pausen räumlich getrennt und im Freien einzunehmen und Abstand voneinander zu halten. Neben den Bauarbeitern wurden auch alle Chauffeure und Maschinisten eingewiesen, geschult und mit Desinfektionsmittel ausgestattet.

Den Grenzgängern wurden kostenlos Wohnungen und Zimmer zur Verfügung gestellt, damit eine Rückreise nach Italien verhindert wird. Alle Italiener mussten sechs Tage vor ihrem Arbeitsbeginn ins Wallis reisen. Nur ohne Symptome wurde ihnen der Zugang zur Baustelle gewährt. Für das Personal in der Administration wurde in den letzten Woche Home Office eingerichtet. Derzeit profitieren davon zwei Mitarbeiter. Die restlichen Mitarbeiter halten sich an die geltenden Vorschriften.

«Wir haben auch in der Administration und in den Zulieferbetrieben wie Kies- und Betonwerke mehrere Massnahmen ergriffen. Sobald Symptome bei Mitarbeitern auftreten, bleiben sie zu Hause», so Imboden weiter, «wir werden Ihre Baustelle nach wie vor und gemäss unserem Bauprogramm bedienen. Auch sehen wir derzeit keine Engpässe mit Zulieferbetrieben für Eisen, Zement und Bitumen. Wir setzen alles daran, dass wir alle Bauwerk in der vorgegebenen Zeit erstellen können. Gemeinsam schaffen wir das!»

Einen Radiobeitrag, in dem Olivier Imboden davon erzählt, welche Hygiene-Massnahmen sein Betrieb getroffen hat, finden Sie hier.

Autor: Susanna Vanek

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