500 BIM-Spezialisten fehlen in der Schweiz

Wer Gebäude digital planen, bauen und betreiben will, braucht Kompetenzen, die heute in der Praxis noch weitgehend fehlen. Das Departement Technik & Architektur der Hochschule Luzern hat das erkannt.

Die Digitalisierung führt zu neuen oder geänderten Berufsbildern, auch in der Baubranche. Die Umbruchsituation führt dazu, dass in der Baubranche Fachleute mit digitalen Kompetenzen fehlen. Allein im Bereich BIM können 500 Stellen nicht besetzt werden. Die Hochschule Luzern will ihre Studierenden mit ihrem Bildungsangebot darin befähigen, die digitale Transformation in der Baubranche aktiv zu gestalten und nachhaltige Gebäude zu bauen.

Die Hochschule Luzern hat sich – als erste Hochschule im deutschsprachigen Raum – dazu entschieden, einen komplett neuen Bachelor-Studiengang anzubieten. Mit dem Studiengang «Digital Construction» wird den Studierenden die einzigartige Möglichkeit geboten, ein digitales sowie auch ein fachliches Kompetenzprofil zu erwerben. Der Studiengang umfasst die drei Studienrichtungen Architektur (Bachelor of Arts), Bauingenieurwesen und Gebäudetechnik (Bachelor of Science) und startet im Herbst 2020. Das neue Angebot ist eine Ergänzung zu den

bestehenden Bachelor-Studiengängen Architektur, Innenarchitektur, Bauingenieurwesen und Gebäudetechnik | Energie im Fachbereich Bau.

An einer Medienkonferenz haben Verantwortliche der HSLU betont, der Praxisbezug sei wichtig. Sie zeigten sich überzeugt, dass die Absolventinnen und Absolventen auch für ausführende Unternehmen tätig sein werden. «Die ganze Wertschöpfung steht im Fokus», wurde gesagt. Der neue Studiengang wird von Markus Weber, Präsident Bauen digital Schweiz und Mark Baldwin geleitet.

Über den Autor

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Susanna Vanek

Redaktion «Schweizer Bauwirtschaft»

svanek@baumeister.ch

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