2,5 Millarden für das Nationalstrassennetz

Der Bund wird in diesem Jahr rund 2,5 Milliarden Franken für Betrieb, Unterhalt und Ausbau des Nationalstrassennetzes investieren, gestützt auf den Budgetentscheid des Parlaments. Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat nun das «Programm 2020 für die Nationalstrassen in Betrieb» und das «Bauprogramm 2020 für die Netzfertigstellung» genehmigt.

Im Rahmen des Bundesbudgets hat das Parlament für 2020 die folgenden Beträge verabschiedet: 1,670 Milliarden Franken werden für Ausbau und Unterhalt des bestehenden Nationalstrassennetzes eingesetzt sowie 220 Millionen Franken für grössere Projekte im Rahmen des Strategischen Entwicklungsprogramms Nationalstrassen (STEP). Weitere rund 432 Millionen Franken investiert der Bund in den Betrieb der Nationalstrassen. 190 Millionen Franken fliessen in die Fertigstellung des 1960 beschlossenen Nationalstrassennetzes.

Die insgesamt rund 2,5 Milliarden Franken stammen aus dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds (NAF). Gestützt auf das Budget hat das UVEK nun die Bauprogramme für das Nationalstrassennetz für das Jahr 2020 bewilligt.

Ausbau- und Unterhaltsprogramm für bestehende Nationalstrassen

2020 starten die Hauptarbeiten für die folgenden Ausbau- und Unterhaltsprojekte:

  • A1 ZH Effretikon – Ohringen
  • A1 ZH Verzweigung Limmattal – Kantonsgrenze Zürich/Aargau
  • A2 TI Melide – Gentilino
  • A3 GL Weesen – Murg (Kerenzerberg)
  • A5 VD Yverdon – Concise
  • A8 BE Interlaken West – Ost

Auf den folgenden Strecken werden 2020 die Hauptarbeiten an laufenden Projekten weitergeführt:

  • A1 GE Anschluss Grand-Saconnex
  • A1 ZH Zürich Unterstrass – Zürich Ost (Einhausung Schwamendingen)
  • A1 BE Kirchberg – Kriegstetten
  • A2 BL Schänzli
  • A2 NW Kantonsgrenze Luzern – Hergiswil
  • A2 TI Airolo – Quinto
  • A2 TI Schwerverkehrskontrollzentrum Giornico
  • A4 SZ Küssnacht – Brunnen
  • A9 VD Vennes – Chexbres
  • A9 VS Martigny und Umgebung
  • A16 BE Tavannes – Bözingenfeld

Umfassende Informationen zu allen grösseren Bauprojekten auf dem Nationalstrassennetz sind im Internet unter www.autobahnschweiz.ch abrufbar.

Programm STEP und grössere Vorhaben

Für Projekte im Rahmen des Strategischen Entwicklungsprogramms Nationalstrassen (STEP) und für grössere Vorhaben stehen 2020 total 220 Millionen Franken zur Verfügung. Diese Gelder werden hauptsächlich in den Sechsspur-Ausbau der Nordumfahrung Zürich (A1) und in die 2. Röhre des Gotthard-Strassentunnels investiert.

Betrieblicher Unterhalt

Ergänzend zu den oben erwähnten Mitteln investiert das Bundesamt für Strassen (ASTRA) rund 432 Millionen Franken in die Pflege des Nationalstrassennetzes – den sogenannten betrieblichen Unterhalt. Damit wird die tägliche Verfügbarkeit sichergestellt. Zum betrieblichen Unterhalt zählen unter anderem Winterdienst, Grünpflege, Beseitigung von Unfallschäden oder Reinigung.

Fertigstellung des Netzes

Für Neubauten im Rahmen der Netzfertigstellung stehen 2020 insgesamt 190 Millionen Franken zur Verfügung. Die grössten Kredite wurden folgenden Kantonen zugeteilt: Wallis 130 Millionen, Obwalden 14 Millionen, Bern 12 Millionen, Jura 5 Millionen.

Die Netzvollendung betrifft nur noch wenige Strecken (ca. 35 km) und bleibt bis zu ihrem Abschluss eine Verbundaufgabe zwischen Bund und Kantonen: Die Bauherrenaufgabe übernehmen die Kantone, dem ASTRA kommt die Oberaufsichtspflicht zu.

Autor: Susanna Vanek

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