Beständigkeit und Wandel sind zwei Konstanten

Adrian Meer leitet neu den Kantonal-Bernischen Baumeisterverband. Er ist überzeugt, dass man gemeinsam mehr erreichen kann als alleine. Deshalb engagiert er sich seit vielen Jahren im SBV.  «Es braucht Personen, die sich engagieren», meint Adrian Meer, Geschäftsführer Kibag Langenthal, als er erläutert, warum er Präsident des Kantonal-Bernischen Baumeisterverbandes geworden ist. Zudem sei der Schritt ein logischer gewesen. «Als das Präsidium von Charles Zuber zu Fred Zimmermann wechselte, wurde ich Vizepräsident. Dass ich Freds Nachfolger werde, war da schon angedacht». Man merkt, da spricht einer, dem es um die Sache geht. Meer, der sich lange Jahre im Vorstand der Sektion Oberaargau/Emmental engagierte, sagt, der Zusammenschluss zum Kantonal-Bernischen Baumeisterverband sei richtig und wichtig gewesen. «Wir sind heute ein gut aufgestellter, starker Verband, dessen Stimme wahrgenommen wird», betont er. Und: «Wir haben gemeinsame Ziele». Der Geschäftsführer Peter Sommer sei als Grossrat sehr gut politisch vernetzt. Das sei wichtig, denn es gebe einige Baustellen. Meer erwähnt etwa die Wiederverwendung des Altbelages. «Hier braucht es eine Normänderung», ist er überzeugt: «Der Kanton Bern setzt sich ja fürs Recycling ein.» Weiter übertragen Bauherren im Kanton Bern die Verantwortung von belastetem Altbelag dem Unternehmer, für den sich das Problem der fehlenden Deponien stelle und Spekulationen freien Lauf lasse. Der Kanton Aargau oder Basel seien hier Vorbilder für die Umsetzung ihrer AufgabenAuch für Aushubmaterial gebe es vor allem im Raum der Stadt Bern zu wenig Deponieraum. Meer ist zuversichtlich, dass der KBB in diesen Themen etwas bewirken kann.    

 

«Es braucht eine Flexibilisierung» 

 

Ein weiteres Thema ist die BLS, die Rechnungen erst nach 60 Tagen bezahlt. Sommer habe dazu im grossen Rat eine Motion eingereicht, sagt Meer, weiss aber auch: «Ein Umdenken wird schwierig.» Meer ist auch überzeugt, dass eine Flexiblisierung beim LMV zwingend ist. Trotz Krise, sagt er, sollen die Mitglieder dem SBV treu bleiben. «Zusammen kann man mehr bewirken», ist er überzeugt. Gerade in Krisen brauche es einen starken Verband, der seine Mitglieder unterstützt. Dies hat er gerade in diesem Jahr vorbildlich gemacht«Der KBB ist auch dabei, die künftigen Bedürfnisse seiner Mitglieder zu analysieren» erzählt Meer.    

 

«Was Technisches»  Beruflich ist Meer Geschäftsführer der Kibag Langenthal. Beständigkeit prägt sein Leben. So ist er, der in Eriswil aufgewachsen ist, in der Region stark verankert. Vor fast 20 Jahre ist er als Bauführer im Bauunternehmen König eingetreten, «bis dieses im Jahr 2003 von KIBAG übernommen wurde. Wir sind in eine großartige Unternehmensgruppe integriert worden. Ich hatte daher nie das Bedürfnis, mein berufliches Umfeld zu ändern».  Auch der Wandel ist indes eine Konstante in seinem Leben. Meer absolvierte eine Lehre als Tiefbauzeichner, «weil ich einen technischen Beruf erlernen wollte.» Anschliessend wechselte er und hängt eine Zusatzlehre als Maurer an. Die nächste Station war die Bauschule Aarau, «um wieder auf die technische Ebene zu wechseln und die beiden Berufe zu kombinieren», wie er erklärt. Seine Weiterbildung liess ihn die Karriereleiter hochsteigen. «In eine Führungsposition zu wechseln ist ein gewaltiger Schritt», erzählt er. Meer wollte sich noch einmal weiterbilden und schloss schliesslich die Baumeisterausbildung erfolgreich ab 

 

Im Bau, sagt er, gebe es täglich neue Herausforderungen. «Man muss immer flexibel bleiben, auf Änderungen reagieren.» Er lacht: «Seit 20 Jahren war es mir nie mehr langweilig 

 

Seine Batterien lädt er zu Hause auf, bei seiner Frau und den beiden Töchtern. Und bei der Musik. Meer ist Mitglied bei der Musikgesellschaft Eriswil und spielt dort Kornett. «Musik ist mein grösstes Hobby», sagt er.   

Autor: Susanna Vanek

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