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30.05.17  |  

Produktionsverlagerung innerhalb der Ammann Gruppe

Die Ammann Gruppe verlagert einen Teil der Komponenten-Produktion im Rahmen eines neuen globalen Produktionskonzeptes an andere Gruppen-Standorte. Die Verlagerung ermöglicht der Gruppe ihre Marktstellung nachhaltig zu stärken. Es ist ein Abbau von rund 130 Arbeitsplätzen am Standort Langenthal bis Mitte 2018 beabsichtigt.


Am Standort Langenthal werden Komponenten für Asphalt- und Betonmischanlagen für die gesamte Gruppe und damit für den internationalen Markt hergestellt. Diese Komponenten verursachen einen substantiellen Teil der Herstellkosten einer Anlage. Die sinkende Nachfrage der letzten Jahre im für den Langenthaler Produktionsstandort wichtigsten Markt Europa führte zu einem erheblichen Preisdruck auf Anlagen und damit auf die Kosten der Komponentenherstellung. Der starke Schweizer Franken verschärft die Situation zusätzlich. Es ist weder eine Verbesserung der Nachfragesituation noch eine deutliche Abschwächung des Schweizer Franken absehbar. Diese Faktoren zusammen mit den hohen Kosten der arbeitsintensiven Produktion mit tiefen Losgrössen haben zur Folge, dass die Herstellung von Komponenten seit geraumer Zeit defizitär ist. Deshalb wird die Komponenten-Produktion mehrheitlich an bestehende Gruppen-Standorte in Europa verlagert.

Stärkung der Marktstellung

Die Gruppe hat alle denkbaren Anstrengungen unternommen, um die Komponenten-Produktion am Standort Langenthal zu halten. Insgesamt investierte die Ammann Gruppe über 14 Millionen Schweizer Franken alleine in den letzten vier Jahren, um die Kosten für die Herstellung der Komponenten zu senken. Leider blieb der notwendige Erfolg aus. Durch die Verlagerung werden die Kosten für die Herstellung der Komponenten wesentlich reduziert. Weiter erlaubt die Verlagerung näher am Kunden zu produzieren und verringert die Durchlaufzeiten. Damit wird eine deutliche und nachhaltige Stärkung der eigenen Marktstellung erreicht.

Ammann nimmt soziale Verantwortung wahr

Die Ammann Gruppe beabsichtigt in diesem Zusammenhang einen Abbau von rund 130 Arbeitsplätzen am Standort Langenthal bis Mitte 2018. CEO Hans-Christian Schneider: «Ich bin mir bewusst, wie einschneidend ein Stellenabbau für die Betroffenen, ihre Familien und die Region ist. Dieser Schritt fällt uns sehr schwer. Die Verantwortung gegenüber den Arbeitnehmenden und für die Ammann Gruppe werden wir voll wahrnehmen.» Die Ammann Gruppe wird mit der Personalkommission und den Sozialpartnern das Konsultationsverfahren gemäss GAV einleiten. CEO Hans-Christian Schneider: «Wir wollen für die betroffenen Angestellten einen guten Sozialplan, der insbesondere Härtefälle auffängt und durch Aus- und Weiterbildungsmassnahmen die Arbeitsmarktfähigkeit stärkt. Zudem unterstützen wir die Betroffenen bei der Stellensuche.»

Standort Langenthal bleibt bestehen

Die Ammann Gruppe hält am Standort Langenthal fest, mit Arbeitsplätzen in der Fertigung besonders sicherheitsrelevanter und Know-how-trächtiger Komponenten, den Kompetenzzentren Komponentenentwicklung und Anlagensteuerung. Die letztgenannten werden aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung an Bedeutung gewinnen und damit den Standort Langenthal in der Gruppe stärken. Auch wird die international tätige Ammann Gruppe weiterhin aus Langenthal geführt. Unabhängig davon übernimmt das neu gegründete Ausbildungszentrum Mittelland alle Lehrverhältnisse und führt diese weiter. CEO Hans-Christian Schneider: «Mit Gründung des Ausbildungszentrums Mittelland zusammen mit dem Ausbildungszentrum Winterthur haben wir bereits sichergestellt, dass auch in Zukunft in Langenthal hervorragende Fachkräfte ausgebildet werden.» 


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