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27.07.17  |  

Rekordergebnis für Sika

Mit einer Umsatzsteigerung von 8.1 Prozent in Lokalwährung setzt der Bauchemiehersteller Sika den erfolgreichen Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2017 fort und erzielt einen neuen Umsatzrekord von 2994.9 Millionen Franken.

Paul Schuler, neuer CEO Sika.


Die positive Entwicklung der vergangenen sechs Jahre setzte sich auch im ersten Halbjahr 2017 ungebrochen fort, schreibt Sika in einer Mitteilung. Durch Volumenwachstum bei unterproportionaler Kostenentwicklung und Preisanpassungen konnte eine weitere Margenverbesserung erzielt werden. Leicht negative Währungseffekte sowie steigende Rohstoffpreise konnten damit aufgefangen werden. Entsprechend erreichten Betriebsergebnis und Reingewinn neue Rekordwerte im ersten Halbjahr. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich um 13,7 Prozent (+ CHF 48,4 Millionen) auf CHF 402,1 Millionen Franken (Vorjahr: CHF 353,7 Millionen). Der Reingewinn konnte deutlich um 16.0 Prozent (+ CHF 39,4 Millionen) auf CHF 285.7 Millionen Franken gesteigert werden (Vorjahr: CHF 246,3 Millionen.).

Paul Schuler, Vorsitzender der Konzernleitung: «Mit einem deutlichen Umsatzplus von 8,1 Prozent und einem Gewinnsprung von 16 Prozent setzen wir unsere Wachstumsstrategie konsequent und sehr erfolgreich fort. Zweistellige Zuwachsraten erzielten wir in Osteuropa, Afrika, Nordamerika, Argentinien, der Pazifikregion und unserem Automobilgeschäft und sind in vielen Ländern klar schneller als der Markt gewachsen. Mit dem positiven Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2017, der Eröffnung einer weiteren Ländergesellschaften und der Inbetriebnahme drei neuer Fabriken sind wir der Umsetzung unserer strategischen Ziele 2020 wieder einen Schritt näher gekommen. Mit dem Engagement unserer Mitarbeitenden und der Stärke unseres Wachstumsmodells können wir optimistisch auf den weiteren Geschäftsverlauf im zweiten Halbjahr 2017 blicken.»

Im ersten Halbjahr wurde in der Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) eine Umsatzsteigerung von 7,0 Prozent erzielt (Vorjahr: 6,6%). Gute Zuwachsraten verzeichneten die Kernmärkte Deutschland, Frankreich, Schweiz, Italien und Grossbritannien. Zweistellig gewachsen sind Osteuropa und Afrika. In Österreich wurde mit Bitbau Dörr ein führender Hersteller von Abdichtungssystemen übernommen. Darüber hinaus wurde in Tansania eine neue Fabrik für Betonzusatzmittel eröffnet und in Senegal eine weitere Ländergesellschaft gegründet. In Kasachstan wurde die Produktion von Betonzusatzmitteln und Mörteln in Almaty an einen grösseren Standort verlagert und erweitert.

Den stärksten Zuwachs erzielte die Region Nordamerika mit 17,4 Prozent (Vorjahr: 12.7%), davon 8,7 Prozent durch Akquisitionen. Eine deutliche Steigerung des Geschäftsvolumens hat Sika in den USA realisiert und ein hohes zweistelliges Wachstum von rund 20 Prozent erzielt. Damit wächst Sika deutlich schneller als der nordamerikanische Baumarkt. Zum positiven Geschäftsverlauf trugen insbesondere die gezielten Investitionen in Nordamerika während der letzten Jahre bei, zu denen der Ausbau des Vertriebs, die Übernahme von Unternehmen und die Expansion der Supply Chain mit neuen Fabriken nahe der schnell wachsenden Ballungszentren zählen.

Die Region Lateinamerika steigerte den Umsatz mit einem Plus von 2,7 Prozent im ersten Halbjahr im Vergleich zu 5,9 Prozent in der entsprechenden Periode des Vorjahrs. Insbesondere die grossen Länder der Region mit Mexiko und Argentinien entwickelten sich überdurchschnittlich. In Brasilien wirkte sich die anhaltend schwierige wirtschaftliche und politische Lage weiterhin verhalten auf den Geschäftsverlauf aus. Zudem verläuft die Bautätigkeit in den eher rohstoffbasierten Länder der Region zurückhaltend. Im Südosten von Mexiko wurde eine neue Fabrik für Mörtelprodukte in Betrieb genommen.

Der Umsatz in der Region Asien/Pazifik konnte auf 4,1 Prozent gesteigert werden (Vorjahr: 4,6%). Hohe Zuwachsraten erzielten die Märkte in Südostasien mit Ausnahme von Indonesien und Singapur. In Singapur bewegten sich die Investitionen für staatlich geförderte Wohnbauprojekte auf einem tiefen Niveau, in Indonesien waren die Investitionen in die Infrastruktur rückläufig. In China stabilisierte sich die Bauwirtschaft im ersten Halbjahr 2017 weiter und ermöglichte es Sika, im hohen einstelligen Bereich zu wachsen.

Ausblick 2017

Im ersten Halbjahr 2017 wurden die strategischen Ziele 2020 erfolgreich umgesetzt und es konnten neue Rekordergebnisse erzielt werden. Der starke Jahresauftakt bestätigt die Zielsetzung für das Gesamtjahr mit einer Umsatzsteigerung von 6-8% auf erstmals über CHF 6 Milliarden. Eine Herausforderung im laufenden Jahr bleiben die steigenden und volatilen Rohstoffpreise. Der EBIT und der Gewinn sollen weiterhin leicht überproportional gesteigert werden. Die erfolgreiche Wachstumsstrategie mit den neuen Zielen 2020 wird 2017 fortgesetzt.

«Der unbekannte Ausgang des feindlichen Übernahmeversuchs durch Saint-Gobain bleibt für die Zukunft als Unsicherheitsfaktor bestehen», heisst es am Schluss der Medienmitteilung von Sika.

 


Schweizer Bauwirtschaft 7/8 2017 vom 20. Juli 2017

Die Themen der aktuellen Ausgabe:

Building Award:  Warum nicht ein Grossprojekt prämiert wurde.

Technik: Wenn mit Robotern und 3D-Druckern gebaut wird.

Unternehmensführung: Aufgepasst auf die Änderung der Mehrwertsteuer.

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