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11.05.17  |  

Eissportzentrum Grabengut: Start des Architekturwettbewerbs

Die Stadt Thun will die Eissportanlagen im Grabengut sanieren. 2016 hat der Stadtrat den Kredit für einen Architekturwettbewerb genehmigt. In diesen Tagen wird der Wettbewerb ausgeschrieben. Voraussichtlich Ende Jahr bestimmt die Jury das Siegerprojekt. Der Stadtrat befindet 2018 darüber.


Die Stadt Thun plant im Grabengut ein neues Eissportzentrum, das die Synergien zwischen Kunsteisbahn und Curlinghalle optimal nutzt. Am 30. Juni 2016 hat der Thuner Stadtrat den Kredit für den entsprechenden Architekturwettbewerb genehmigt. Für die anspruchsvolle Gesamtsanierung sucht das Amt für Stadtliegenschaften nun ein geeignetes Planer-Team und führt einen selektiven Architekturwettbewerb durch.

Bevölkerung schätzt die zentrale Lage

Mittels Befragung holte die Stadt Thun auch die Meinung der Bevölkerung ab. Knapp 1300 Personen nahmen daran teil. Es zeigte sich, dass die emotionale Bindung zu den Eissportanlagen im Grabengut gross ist und die zentrale Lage sehr geschätzt wird. Während die Infrastruktur der Curlinghalle als zweckmässig und gut befunden wurde, sehen die Nutzerinnen und Nutzer bei der sanierungsbedürftigen Kunsteisbahn vor allem bei den Garderoben und sanitären Anlagen Handlungsbedarf. Zudem sprachen sie sich für eine geschlossene Halle aus. Die Bedürfnisse der Bevölkerung, der Eissportvereine sowie der Schulen werden im Projekt berücksichtigt.

Verbesserung der Betriebsinfrastruktur

Ziel ist es, die Kunsteisbahn und die Curlinghalle zu einem zeitgemässen, attraktiven Eissportzentrum für alle zusammenzuführen. Gesucht wird ein identitätsstiftendes sowie städtebaulich, architektonisch, funktional und wirtschaftlich überzeugendes Projekt. Im Fokus der Gesamtsanierung stehen die Einhausung des Haupteisfeldes zu einer geschlossenen Halle sowie der Ersatz bzw. Ausbau der Garderoben und der Betriebsinfrastruktur. Mit innovativen Haustechnikkonzepten sollen die Planer-Teams unter anderem aufzeigen, wie die grossen Mengen Abwärme aus der Kälteproduktion genutzt werden können. Der Vorplatz zur Aare soll zudem attraktiver werden und das Eissportzentrum einen würdigen Eingang erhalten. Mit einem modular erweiterbaren Projekt wird der Wunsch des Stadtrats berücksichtigt.

Stadtrat entscheidet 2018

Die Publikation des Architekturwettbewerbs nach SIA-Norm (Norm des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins) erfolgt in diesen Tagen. Unter der Leitung eines Architekturbüros können die Teams bestehend aus Bauingenieuren, Gebäudetechnikern und Bauphysikern im Rahmen einer Präqualifikation bis zum 7. Juni 2017 ihre Teilnahmeanträge einreichen. Die Jury, bestehend aus verwaltungsinternen und externen Experten, wird danach maximal sechs Teams für die Teilnahme auswählen. Voraussichtlich Ende Jahr bestimmt sie das Siegerprojekt, über welches 2018 das Parlament befindet. Für das gesamte Projekt hat die Stadt Thun im Aufgaben- und Finanzplan 25 Millionen Franken eingestellt. Die effektiven Kosten hängen jedoch von den realisierten Projektmodulen ab. Voraussichtlich im Jahr 2020 wird der Ausführungskredit den Thuner Stimmbeteiligten vorgelegt.

 


Schweizer Bauwirtschaft 5/2017 vom 19. Mai 2017

Die Themen der aktuellen Ausgabe:

Gian-Luca Lardi:  Wie der SBV-Zentralpräsident die Zukunft des Bauens beurteilt.

Bildung: Flavia Schnoz aus Disentis arbeitet sehr gerne als Maurerin.

Unternehmensführung: Gute Perspektiven für Schweizer Strassenbauer in Deutschland.

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