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08.06.17  |  

Neue Quartierschulanlage im Berner Burgfeld geplant

Der Schulstandort Altstadt/Schosshalde in der Stadt Bern benötigt mehr Schulraum. Daher soll die Volksschule Burgfeld saniert und erweitert werden. Das Gemeindehaus Burgfeld wird zur Schulanlage umgestaltet und der benachbarte Kindergarten Kleine Allmend saniert. Der Gemeinderat hat die entsprechende Abstimmungsvorlage für einen Baukredit von 10,087 Millionen Franken zuhanden des Stadtrats verabschiedet. Die Stimmberechtigten befinden voraussichtlich im November 2017 über die Vorlage.

Aussenansicht Gemeindehaus Burgfeld.


Aufgrund der steigenden Zahl der Schülerinnen und Schüler wird der Schulraum am Schulstandort Altstadt/Schosshalde der Stadt Bern knapp, insbesondere die Schulanlage Bitzius stösst immer mehr an ihre Kapazitätsgrenzen. Sie soll daher entlastet werden – so unter anderem durch die Sanierung und Erweiterung der Volksschule Burgfeld.

Die Volksschule Burgfeld besteht zurzeit aus dem Kindergarten Kleine Allmend und dem Schulpavillon Burgfeld. In ihren Räumlichkeiten werden heute eine Kindergartenklasse und eine Mehrjahrgangsklasse für das 1. und 2. Schuljahr unterrichtet. Im Burgfeld soll nun zusätzlicher Schulraum geschaffen werden. Damit können die Schülerinnen und Schüler den Unterricht künftig bis zur sechsten statt wie bisher nur bis zur zweiten Klasse in ihrem Quartier besuchen.

Zusammenhängende Schulanlage

Mit der Realisierung des Bauprojekts wird die Volksschule Burgfeld neu über Räume für zwei Basisstufenklassen, zwei Mehrjahrgangsklassen auf Primarstufe sowie eine Tagesschule verfügen. Dazu wird der Kindergarten Kleine Allmend an der Burgdorfholzstrasse 41 saniert und basisstufentauglich umgestaltet. Am Gebäude werden nur geringfügige Änderungen vorgenommen. Das Gemeindehaus Burgfeld an der Burgdorfholzstrasse 35, das die Stadt Bern im Baurecht erwerben konnte, wird saniert und zur Schulanlage umgestaltet. Dazu sind kleinere Anpassungen an der Raumstruktur nötig.

Die beiden Gebäude werden zu einer zusammenhängenden Schulanlage erweitert. Durch die Teilsperrung des Industriewegs können die beiden Grundstücke verbunden und der benötigte Aussenraum für die Schülerinnen und Schüler sichergestellt werden. Die neue Schulanlage wird dem Energiestandard MINERGIE-ECO für Umbauten entsprechen. Zudem werden die beiden Gebäude hindernisfrei erschlossen.

Pionierhafte Quartierschule

Nach ihrer Fertigstellung wird die neue Schulanlage sowohl von der Schule als auch von der Quartierbevölkerung genutzt werden können. Dabei wird ein gleichberechtigtes Nebeneinander angestrebt. Die vielfältige Nutzung der Räume hat in der Stadt Bern Pioniercharakter. Aus diesem Grund wurde das Quartier aktiv in das Projekt miteinbezogen. Während der Bauprojektphase und der Realisierung soll diese Mitwirkung weitergeführt werden.

Für die Umsetzung dieses Projekts hat der Gemeinderat zuhanden des Stadtrats die Abstimmungsvorlage für einen Baukredit von 10,087 Millionen Franken verabschiedet. Darin eingeschlossen sind ein Projektierungskredit von 1,25 Millionen Franken sowie die Kosten für den bereits getätigten Erwerb des Gemeindehauses im Baurecht von 542‘000 Franken. Die Stimmberechtigten entscheiden voraussichtlich im November 2017 über den Baukredit. Die Bauarbeiten würden im Frühjahr 2018 starten und bis Sommer 2019 dauern. Sie sind so etappiert, dass der Schulbetrieb während dieser Zeit normal weiterlaufen kann.


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