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16.05.17  |  

«Ostaargauer Strassenentwicklung (OASE)» bereit für Eintrag als Zwischenergebnis in Richtplan

Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat die Botschaft zuhanden des Grossen Rats für den Richtplaneintrag als Zwischenergebnis der «Ostaargauer Strassenentwicklung» (OASE) verabschiedet. Der Eintrag ist verbunden mit Aufträgen für ein Regionales Gesamtverkehrskonzept Ostaargau.

Das Zentrum von Brugg soll entlastet werden.


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n den vergangenen zwei Jahren hat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) das Projekt «Ostaargauer Strassenentwicklung» (OASE) mit Einbezug der Regionen Baden, Brugg und Zurzibiet entwickelt. In der öffentlichen Anhörung zum Richtplaneintrag der OASE als Zwischenergebnis, die von April bis Juli 2016 stattgefunden hat, sind 152 Stellung-nahmen eingegangen. Die Auswertung dieser Eingaben hat dazu geführt, dass das BVU bereits für den jetzigen Eintrag ein neues Richtplankapitel M 1.2 «Regionales Gesamtverkehrskonzept Ostaargau» erarbeitet hat. In diesem Kapitel wird erstmals im Richtplan ein regionales Gesamtverkehrs-konzept als Einheit dargestellt und damit die Verbindlichkeit für einzelne Themen erhöht.

Neben der guten bis sehr guten Zustimmung in der Anhörung – beispielsweise zur Kommunikation, zur Entwicklung des Bahnangebots und zur Situationsanalyse – müssen weitere Themen wie Fuss- und Radverkehr, Weiterführung der Limmattalbahn, Stadtraum und Landschaft noch vertieft werden. Damit kann die OASE in einem nächsten Schritt im Richtplan als regionales Gesamtverkehrskonzept Ostaargau festgesetzt werden.

In erster Linie zu klären sind:

  • im Raum Brugg die Konflikte mit den bestehenden Naturschutzgebieten, der Militärnutzung im Aareraum und der vorliegenden Nutzungsplanungsrevision Brugg/Windisch mit den geplanten Einzonungen.
  • im Raum Baden die Verknüpfung und das Zusammenspiel mit der Nationalstrasse A1, sowie der mögliche Mehrverkehr auf der Nord-Südachse Koblenz–Siggenthal

Zudem ist die Finanzierung aller Konzepteile vertieft zu klären und darzulegen.

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Je zwei Varianten im Raum Baden und Brugg

Der Regierungsrat beantragt, in den Räumen Baden und Brugg in einem ersten Schritt je zwei Strasseninfrastruktur-Varianten auf Stufe Zwischenergebnis im Richtplan einzutragen.

Für den Raum Brugg/Windisch sind dies:

  • Zentrumentlastung, Variante Mitte, inklusive Stärkung Fuss- und Radverkehr
  • Zentrumentlastung, Variante Südost, inklusive Stärkung Fuss- und Radverkehr

Im Raum Baden/Wettingen sind dies:

  • Zentrumentlastung, Variante West mit/ohne Anschluss an die Mellingerstrasse, inklusive Stärkung Fuss- und Rad-verkehr
  • Zentrumentlastung, Martinsbergtunnel, inklusive Stärkung Fuss- und Radverkehr

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Auf Zwischenergebnis wird Festsetzung folgen

Beim momentanen Richtplanschritt Zwischenergebnis geht es noch nicht um die exakte Lage einer Linienführung der Strasseninfrastruktur, sondern vor allem um das Aufzeigen von Korridoren, in denen eine Linienführung liegen kann, und um das Ausscheiden der übrigen Varianten. Danach sollen im 2019 in einem weiteren Schritt nur noch eine Strasseninfrastrukturvariante pro Raum und weitere Elemente des Fuss- und Radverkehrs sowie des öffentlichen Verkehrs im Gesamtverkehrskonzept Ostaargau im Richtplan festgesetzt werden.

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Schweizer Bauwirtschaft 6/2017 vom 21. Juni 2017

Die Themen der aktuellen Ausgabe:

Tag der Bauwirtschaft:  Wovor Gian-Luca Lardi die Branche warnte.

Delegiertenversammlung SBV: Ja zu mehr Fairness auf dem Bau.

Baumaschinen: Der grösste Rückbaubagger der Schweiz.

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