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18.05.17  |  

Arbeitssicherheit als Branchenziel

Das Bauhauptgewerbe setzt die Auflagen an die Unternehmungen bezüglich Arbeitssicherheit mittels einer Branchenlösung (sicuro) um. Den Schulungs-auftrag nimmt der Graubündnerische Baumeisterverband (GBV) mit Unterstüt-zung der SUVA und der PBK Bau wahr. Die Sicherheitsparcours 2017 in Chur und Zernez besuchen rund 300 Teilnehmer.

Die Teilnehmenden des Sicherheitsparcours.


Das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) und die Verordnung über die Verhütung von Unfällen und Berufskrankheiten (VUV) geben vor, dass der Arbeitgeber für die Sicherheit in seinem Betrieb verantwortlich ist. Das Bauhauptgewerbe setzt die vorgegebenen Massnahmen mit sicuro um (www.sicuro.ch). Unternehmungen, welche den Vorgaben von sicuro nachkommen, erfüllen die gesetzlichen Auflagen.

Unfallzahlen um 42% gesenkt

In den letzten 25 Jahren konnte die Zahl der Unfälle im Bauhauptgewerbe laufend und nachweisbar um 42% reduziert werden.

Jahr Unfälle pro tausend Mitarbeiter

1990                               321

1995                               283

2000                               240

2006                               224

2010                               209

2015                               186

 

Dieser rückläufige Trend ist sicher der Tatsache zu verdanken, dass der Schweizeri-sche Baumeisterverband die Sicherheit auf Baustellen zu einem zentralen Thema gemacht hat und schweizweit jedes Jahr verschiedene Aktivitäten umgesetzt werden. Die Sicherheitsparcours in Chur und Zernez, welche alle zwei Jahre durchgeführt werden, gehören dazu.

Ausbildung als Schlüssel

Die konsequente Förderung der Arbeitssicherheit im Betrieb spielt zunehmend eine wichtige Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit einer Unternehmung. Der Schweizeri-sche Baumeisterverband unterstützt seine Mitglieder mit der Beratungsstelle für Ar-beitssicherheit (BfA) wirksam mit der Herausgabe von Informationen und Dokumen-tationen im Bereich der Arbeitssicherheit. Ein rasch wirksamer Ansatzpunkt auf be-trieblicher Ebene ist die gezielte Schulung des Personals im Umgang mit risikoträch-tigen Situationen, Hilfsmitteln und Geräten. Eine effiziente Möglichkeit, diese Schu-lung umzusetzen, bildet die Ausbildung am Sicherheitsparcours.

Sicherheitsparcours

Das Ziel der Schulung am Sicherheitsparcours ist die Förderung des sicherheitsge-rechten Verhaltens auf der Baustelle, die Verminderung von Arbeitsunfällen und die Senkung der Versicherungsprämien durch Unfallverhütung. Der Sicherheitsparcours 2017 beinhaltet Posten, an denen mittels praktischer Anwendung Kenntnisse über das Sichern von Lasten auf und in Fahrzeugen aller Art sowie über Sturzsicherung auf Baustellen im Hoch- und Tiefbau (Betongerüste, Schutzgerüste, Graben und Spriessungen) vermittelt werden. Darüber hinaus werden die Teilnehmer zum Thema «Anwendung der persönlichen Schutzausrüstung» instruiert. Die Kapazität des Par-cours beträgt 50 Teilnehmer pro Kurshalbtag. Die Teilnehmer absolvieren die Posten in Gruppen von 8 – 10 Personen nach dem Rotationsprinzip. Für die Kurse vom 16. bis 18. Mai 2017 in Chur sowie vom 13. bis 14. Juni 2017 in Zernez waren und sind rund 300 Teilnehmer aus Bauunternehmungen des Kantons Graubündens angemeldet.

Breite Abstützung

Das Projekt des Sicherheitsparcours ist breit abgestützt. Die SUVA unterstützt und begleitet den Parcours beratend. GBV-Mitgliedfirmen sind gemeinsam für den Auf-bau und den Betrieb des Parcours verantwortlich und stellen die Kursinstruktoren. Die HG Commerciale stellt in Chur und Zernez ihre Lagerareale für die Durchführung des Sicherheitsparcours zur Verfügung. Die Sozialpartner des Bauhauptgewerbes unterstützen das Projekt, indem den teilnehmenden Unternehmungen die Kurs- und Lohnausfallkosten aus dem Parifonds Bau zurückerstattet werden.

 


Schweizer Bauwirtschaft 6/2017 vom 21. Juni 2017

Die Themen der aktuellen Ausgabe:

Tag der Bauwirtschaft:  Wovor Gian-Luca Lardi die Branche warnte.

Delegiertenversammlung SBV: Ja zu mehr Fairness auf dem Bau.

Baumaschinen: Der grösste Rückbaubagger der Schweiz.

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