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06.04.17  |  

Grünes Licht für den EHL-Campus der Zukunft

Die Ecole hôtelière de Lausanne (EHL), die weltweit führende Hospitality-Managementschule, hat von den örtlichen Behörden die formale Bewilligung zum Start der Bauarbeiten an ihrem künftigen Campus erhalten. Dieser bringt Ökologie, neuste Technologien und Pädagogik in Einklang. Zu den zahlreichen Erweiterungen an der bestehenden Infrastruktur zählen Sportanlagen, ein neues Restaurant für 450 Personen sowie doppelt so viele Schlafräume.

So soll der neue EHL-Campus aussehen.


Nach einjähriger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden wurden die Campuspläne der EHL offiziell bewilligt. Die Bauarbeiten starten noch diesen Frühling.Der neue Campus, der bis 2021 fertig gebaut sein soll, ist das Ergebnis einer bislang einzigartigen internationalen Zusammenarbeit. Dem fortschrittlichen Geist der EHL entsprechend, bestand die zentrale Idee darin, die künftige Generation in diese langfristigen Überlegungen einzubeziehen. Zu diesem Zweck wurden Architekturschulen auf der ganzen Welt dazu aufgerufen, im Rahmen einesWettbewerbs Vorschläge einzureichen. Heute sind die verantwortlichen Studierenden der beiden Siegerprojekte, Sofia Passos dos Santos von der Universität Porto in Portugal und Jon Irigoyen von der Universität Navarra in Spanien, an der EHL angestellt, wo sie einen wichtigen Beitrag bei der Umsetzung des über 200 Millionen Franken teuren Projekts leisten. Ebenfalls zum Projektteam gehören

Architekten, Ingenieure und Soziologen. Sie arbeiten täglich an Lösungen, um die an den Bau gestellten Anforderungen zu erfüllen. So soll der neue Campus integrierend wirken, in Einklang mit der umgebenden Natur stehen und den künftigen Studierenden eine optimale Lernerfahrung ermöglichen.

 

Ein umweltfreundlicher Campus mit Zertifikat

Der zukünftige Campus der EHL, der nach der Fertigstellung Platz für rund 3000 Studierende bietet, ist gemäss den Anforderungen von Minergie-P© – einem anspruchsvollen Schweizer Gebäudeenergiestandard – konzipiert worden. Die Grundfläche des neuen Campus erstreckt sich über 34 500 Quadratmeter. Die Schule plant, sich selbst mit geothermischer Wärme aus einer Tiefe von 800 Metern zu versorgen. Daneben wird es ein neues Wärmerückgewinnungssystem mit Brauchwasser geben. Zusammen werden die beiden technischen Installationen 90 Prozent des Heizbedarfs der Schule decken. Der neue Campus wird zudem mit fotovoltaischen Solarzellen ausgestattet, die eine Gesamtfläche von drei olympischen Schwimmbecken einnehmen.

Ein akademisches Ziel und ein architektonisches Meisterwerk

«Seit über 100 Jahren streben wir an der EHL danach, den Blick auf die Zukunft zu richten und uns heute darauf vorzubereiten. Angesichts der wachsenden Hospitality-Industrie muss sich unsere Institution anpassen und ihre Kapazitäten erweitern, um die Führungskräfte von morgen auszubilden. Aus diesem Grund haben wir im Verlauf des letzten Jahres auch unser akademisches Angebot ausgebaut und modernisiert», erklärt Michel Rochat, CEO der EHL-Gruppe.


Schweizer Bauwirtschaft 7/8 2017 vom 20. Juli 2017

Die Themen der aktuellen Ausgabe:

Building Award:  Warum nicht ein Grossprojekt prämiert wurde.

Technik: Wenn mit Robotern und 3D-Druckern gebaut wird.

Unternehmensführung: Aufgepasst auf die Änderung der Mehrwertsteuer.

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