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17.03.17  |  

Speicherkanal Wankdorf-Aare soll saniert werden

Der Speicherkanal Wankdorf-Aare, ein bald 20-jähriges Bauwerk, das bei Regen Abwasser zurückhält und dadurch die Kanalisation entlastet, weist Abnützungserscheinungen auf. In einem ersten Schritt soll deshalb das Teilstück zwischen Tellplatz und Wylerbad saniert werden. Der Gemeinderat hat dazu zuhanden des Stadtrats eine Kreditvorlage verabschiedet. Gleichzeitig mit den Sanierungsarbeiten wird im Kanal eine separate Druckleitung für das Industrieabwasser der CSL Behring AG installiert.a

Der Sanierungsplan.


Der Speicherkanal Wankdorf-Aare wurde im Jahr 2000 in Betrieb genommen. Er hat einen Durchmesser von über zwei Metern, verläuft vom Guisanplatz bis zum Wylerbad und dient dazu, bei Regenereignissen Abwasser zu speichern. Damit wird verhindert, dass zu schnell zu viel Abwasser in Richtung ARA fliesst. Die langjährigen Erfahrungen in der Bewirtschaftung der nunmehr fast 20-jährigen Anlage haben bauliche Mängel zu Tage gefördert, welche sich negativ auf Betrieb und Unterhalt auswirken. In einem ersten Schritt soll deshalb das 700 Meter lange Teilstück des Speicherkanals zwischen Tellplatz und Wylerbad saniert werden: Zum einen wird das sogenannte Bankett – ein begehbarer Steg im Kanal – repariert, zum anderen ist eine punktuelle Instandsetzung der Stollenwand erforderlich. Ausserdem werden aus Sicherheitsgründen die Zugänge zu zwei Schächten erneuert. Für die Sanierung des Speicherkanals Wankdorf-Aare sowie der Zugangsschächte beantragt der Gemeinderat dem Stadtrat einen Ausführungskredit von 1,7 Millionen Franken. Darin inbegriffen sind die Kosten für die vorübergehende Trockenlegung des Kanals.

Separate Leitung für die CSL Behring AG

Gleichzeitig mit der Sanierung des Stollens wird zwischen der CSL Behring AG (Wankdorfstrasse 10) und der ARA Region Bern AG an der Neubrückstrasse eine separate, vom übrigen städtischen Abwasser getrennte Druckleitung gebaut. Die CSL Behring AG – weltweit führende Herstellerin von Plasmaprodukten – leitet aus ihrer Produktion Industrieabwasser durch die städtische Kanalisation in die ARA ein. Die nun geplante separate Ableitung des Industrieabwassers entlastet sowohl die städtische Kanalisation als auch die biologische Reinigungsstufe der ARA. Zudem ermöglicht sie der ARA, beträchtliche Mengen an Biogas zu produzieren. Die neue Druckleitung wird durch die ARA erstellt, finanziert und betrieben. Der Teilabschnitt der geplanten Leitung zwischen Tellplatz und Wylerbad verläuft durch den sanierungsbedürftigen Speicherkanal Wankdorf-Aare. Dessen Teilsanierung und der Einbau der Druckleitung werden koordiniert ausgeführt. Dank diesem Vorgehen muss der Kanal nur für drei Monate trockengelegt werden.


Schweizer Bauwirtschaft 7/8 2017 vom 20. Juli 2017

Die Themen der aktuellen Ausgabe:

Building Award:  Warum nicht ein Grossprojekt prämiert wurde.

Technik: Wenn mit Robotern und 3D-Druckern gebaut wird.

Unternehmensführung: Aufgepasst auf die Änderung der Mehrwertsteuer.

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