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05.10.17  |  

Familien und Jugendliche haben Spass am Bau

Bausinn.ch hat den zweijährigen Geburtstag der Informationskampagne in den Bahnhöfen Bern, Zürich und Luzern mit Bauklötze- Spielen gefeiert. Ein Gerüstbauer, ein Gipser, eine Malerin, ein Metallbauer und ein Maurer haben Passanten zum Spiel mit überdimensionalen Bauklötzen eingeladen. Vor allem Familien und Jugendliche haben begeistert mitgemacht. Videos zu Bauklötze-Spielen von bausinn.ch sind auch ein Internet-Hit; bereits wurden 160 000 Personen damit online erreicht. Insgesamt wurden die bausinn.ch-Videos über eine Million Mal angeschaut. bausinn wird unter anderem vom Schweizerischen Baumeisterverband SBV finanziert.

War in Bern mit dabei: Maurer Oliver Jaussi. Foto: Iris Wirz


Der zweijährige Geburtstag von bausinn.ch war Auftakt zu neuen Bauklötze-Spielen in Bahnhöfen; bereits an der Swissbau 2016 und am Bahnhof Basel kam das 3 x 2 Meter grosse dreidimensionale Puzzle beim Publikum sehr gut an. An drei Samstagen im September 2017 haben nun jeweils einen ganzen Tag lang Passanten in den Bahnhöfen Bern, Zürich und Luzern mit den Bauklötzen von bausinn.ch gespielt. Das machte vor allem Familien und Gruppen von Jugendlichen sehr viel Spass. Bekannteste Bauberufe: Maurer, Maler, Dachdecker, Gipser, Gerüstbauer und Metallbauer Parallel zu den Spielen konnten die Mitspieler, Zuschauer und weitere Passanten an einer Umfrage zu den Bauberufenteilnehmen. So schätzte die Mehrheit der Teilnehmenden die Anzahl derBauberufe auf 50, was stimmt. Die Aufgabe, zehn Bauberufe zu nennen, erwiessich für manche als grössere Herausforderung. Über 60 Berufe wurden insgesamt aufgezählt; zu den meist genannten gehören Maurer, Maler, Dachdecker, Gipser, Gerüstbauer und Metallbauer. Thomas Zimmermann, Leiter Metaltec Suisse und designierter Präsident der Kerngruppe bausinn.ch, meint den Grund zu kennen:«Mit den Bauklötze-Spielen haben die Passanten den Metallbauer, Maurer,Gerüstbauer, Maler oder Gipser im persönlichen Gespräch kennengelernt.Von Metaltec Suisse war zum Beispiel Pascal Baumann dabei. Er ist

unser Schweizer Meister im Metallbau.»

Mehr Wertschätzung für die Baubranche

Metaltec Suisse hat bausinn.ch 2015 initiiert und Gebäudehülle Schweiz, den Schweizerischen Baumeisterverband SBV, den Schweizerischen Gerüstbau-Unternehmer-Verband SGUV, den Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV sowie den Verein für Schweisstechnik SVS als Trägerorganisationender Informationskampagne gewinnen können. «bausinn.ch will vor allem die Wertschätzung für die Baubranche und die Berufsleute erhöhen», erklärt Thomas Zimmermann. «Denn diese Wertschätzung braucht es, damit Junge sich für die gut bezahlten, vielseitigen und aussichtsreichen Berufe im Bau entscheiden. In Umfragen haben wir festgestellt, dass viele Eltern und Jugendliche gar kein oder ein veraltetes Bild von der Baubranche haben. Deshalb setzen wir von bausinn.ch auch ganz stark auf Videos, in denen die Chefs, die Ausbildner und die Lernenden von vorbildlichen Bauunternehmen bei ihrer Arbeit auf Baustellen vorgestellt werden. Allein in den vergangenen 19 Monaten konnten wir so über eineMillion Menschen mit Videos für die Baubranche sensibilisieren.» Videos zum Spielverlauf und mit Interviews der engagierten Nachwuchskräfte wurden auch beim Bauklötze-Spiel in Bern, Zürich und Luzern produziert. Insgesamt konnten mit Bauklötze-Spiel-Videos bis jetzt über 160 000 Personen online erreicht

werden.

In Bern war  unter anderem Oliver Jaussi dabei; er absolviert bei Marti AG in Bern eine Lehre als Maurer. Er hat festgestellt: «An den Bauklötzen hatten Familien mit kleinen Kindern am meisten Spass; sie haben die Würfel gerne zusammen aufgebaut. Aber auch Jugendliche hatten ihren Spass daran, die Bauklötze richtig aufzustellen.» Oliver Jaussi ist positiv überrascht, wie sehr es die Menschen schätzen, was die Berufsleute im Bau für sie tun. Für den Beruf als Maurer hat er sich entschieden, weil er gerne mit seinen Händen arbeitet und es ihm Freude bereitet draussen zu sein. «Ich kann mit meinem Beruf neue Wohnräume für Menschen erschaffen», meint der Lernende, der gerade auf einer Baustelle in Niederwangen mit Kollegen eine Wohnsiedlung erstellt. Hier sollen später bis zu
3500 Menschen wohnen, wie er stolz ausführt. Ueli Büchi, Leiter Berufsbildungspolitik beim Schweizerischen Baumeisterverband, freut sich, dass der Beruf des Maurers bei den Passanten am häufigsten genannt worden ist. Er hat das Würfelspiel im Bahnhof Luzern persönlich in Augenschein genommen und erklärt: «bausinn.ch will Junge für den Einstieg in die Karriere im Bau begeistern. Wer baut, nimmt seine Umgebung haptisch wahr und ist im Nachhinein stolz auf das, was er geschaffen hat. Er oder sie kann sagen: Da bin ich dabei gewesen.»


Schweizer Bauwirtschaft 9/2017 vom 23. August 2017

Die Themen der aktuellen Ausgabe:

Arbeitssicherheit:  Welchen Einfluss hat die Digitalisierung?

Technik: Der grösste Raupenkran der Schweiz im Einsatz.

Bildung: Die Webserie «Die Bauhelden» wirbt für eine Lehre auf dem Bau.

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