ETH Zürich ist neuer Kennedy von Madaster

Die ETH Zürich ist neuer Kennedy von Madaster Schweiz, der Online-Bibliothek für Materialien in der gebauten Umgebung. Die renommierte Hochschule wird in den nächsten Monaten mit den anderen Madaster-Kennedys in der Schweiz daran arbeiten, Materialpässe für ihre Immobilien zu gestalten und so ein besseres Verständnis für Gebäude als Materiallager zu entwickeln. Dass ein Bau bereits heute nahezu 100 Prozent zirkulär erfolgenkann, bestätigen nun auch die Madaster-Auswertungen der Urban Mining and Recycling (UMAR) Unit im modularen Forschungs- und Innovationsgebäude NEST der Empa und der Eawag.

Die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich ist neuer Partner, ein sogenannter Kennedy, von Madaster. Sie fördert damit die Bereitstellung und Verbreitung der Plattform in der Schweiz. Mittels Madaster-Materialpässen erhalten Bauabfälle eine Identität und können als Ressourcen katalogisiert und wiederverwendet werden. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung Circular Economy im Bauwesen. Dieses Potential wird die ETH Zürich als Bauherrin mit einem verwalteten Immobilien-Portfolio von rund 200 Gebäuden nutzen. Denn zur Schaffung optimaler Lehr- und Forschungsbedingungen fokussiert sie fortlaufend auf die Modernisierung der bestehenden Gebäude- und Campus-Infrastruktur.

«In Madaster sieht die ETH Zürich ein grosses Potential zur Optimierung von Materialkreisläufen. Entsprechend möchten wir die Madaster-Plattform für unsere eigenen Liegenschaften nutzen und dazu beitragen, dass die Plattform auch in der Schweizer Bauwirtschaft zum Standard wird. Denn eine zirkuläre Bauwirtschaft wird einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduktion leisten können», sagt Professor Dr. Ulrich Weidmann, Vizepräsident, Bereich Personal und Ressourcen, ETH Zürich. Mit ihren eigenen Bautätigkeiten ist die ETH Zürich zugleich Vorbild für Mitarbeitende, Studierende und die Gesellschaft.

Marloes Fischer, Präsidentin von Madaster Schweiz: «Je früher die Baubranche das Potential einer zirkulär gestalteten Industrie nachvollziehen kann, desto eher lösen verfügbare Daten auf Madaster neue Perspektiven aus, aus denen wiederum innovative Lösungen entwickelt werden können. Mit der ETH Zürich haben wir einen weiteren starken Partner für Madaster gewonnen, der mit Lehre, Forschung und Wissenstransfer in die Gesellschaft, sowie mit eigener Bautätigkeit dazu beiträgt, dass innovative Technologien schneller auf den Markt kommen. Damit hilft sie, den Wandel der Schweizer Baubranche in Richtung Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen».