Roboter können im Team bauen

Ganze Heerscharen von kleinen Montagerobotern bauen gemeinsam eine Siedlung auf dem Mond – das ist die Vision von Benjamin Jenett, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Neil Gershenfeld, Professor am Zentrum für Bits und Atome am Massachusetts Institute of Technology MIT. Jenett hat Prototypen solcher Roboter entwickelt, die komplexe Systeme zusammenzubauen vermögen, und zwar im Team. Das tönt simpel, ist aber revolutionär. Denn um das zu bewerkstelligen, müssen die Roboter nicht nur wissen, was die anderen tun, sondern sich auch bewusst sein, wo sich gerade der eigene Greifer befindet. Das bedingt ein komplexes Navigationssystem. Zudem müssen die kleinen «Monteure» wissen, in welcher Beziehung sie zu den kleinen Teilen stehen, aus denen sie die komplexen Strukturen aufbauen. Bei dieser neuen Art der Robotik funktionieren Bauteile und Roboter als Gemeinschaft. Die Roboter hangeln sich an den von ihnen selbst geschaffenen Strukturen voran.

Damit das Vorhaben gelingt, braucht es Präzision. Diese liefert aber nicht der Roboter, sondern die Strukur, die erschaffen wird. Der Roboter muss gemäss Jenett nur wissen, wie sein nächster Schritt aussieht.