Implenia: Einigung mit Rössler

Bei der Implenia gab es am Wochenende eine überraschende Wende: Der Konzern konnte sich mit dem langjährigen Ankeraktionär Max Rössler auf ein gemeinsames Vorgehen bei der strategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft einigen. Kern der Diskussion mit Rössler war die Ausgestaltung der schrittweisen Verselbständigung des Entwicklungsportfolios. Der Hintergrund: Die integrierte Projektentwicklung von Implenia bewirtschaftet eine attraktive Pipeline von Projek­ten, hauptsächlich in den Metropolregionen von Zürich und Genf. Die Division hat das Potenzial, durch eine schrittweise Erweiterung der bestehenden Wertschöpfungskette zu einem führenden Immobilienunternehmen zu werden. Das von Implenia anvisierte Ziel ist, dass die Gesellschaft zusätzliche, kontinuierliche Erträge generieren kann, anstatt die entwickelten und baureif bewilligten Projektentwicklungen wie bisher vor Eintritt in die nächste Wertschöpfungsphase zu verkaufen. Wie schnell die Verselbständigung vonstatten gehen soll, darüber waren sich Rössler und Implenia uneins. «Vor diesem Hintergrund möchten sich der Verwaltungsrat und Max Rössler angemessen Zeit nehmen, um die beidseitigen Vorschläge für die schrittweise Verselbständigung des Entwicklungsportfolios sowie mögliche weitere Optionen zu diskutieren. Insbesondere, um die Auswirkungen auf die gesamte Unternehmensstrategie eingehend zu verstehen und deren Einfluss auf den Unternehmenswert, die strategischen Möglichkeiten und die Interessen der Aktionäre abschätzen zu können. Es soll ein Konsens gefunden werden, der allen Interessen bestmöglich gerecht wird», schreibt Implenia.

Daraufhin hat Veraison die 1.9 Prozent-Beteiligung an der Implenia verkauft. «Veraison freut sich auch, dass der Ankeraktionär (die Parmino Holding und Max Rössler) wieder in einem guten Einvernehmen mit der Implenia steht», schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung.