Brexit bereitet Baumaschinenherstellern Sorge

Auf der Tagung der Fachgruppe Baumaschinen des deutschen Maschinenverbandes VDMA in Frankfurt war die Stimmung eindeutig. Die Hersteller von Baumaschinen sorgen sich um einen ungeregelten Brexit und eine beginnende Auflösung Europas. Die weltweiten wirtschaftlichen Herausforderungen lassen sich nach Auffassung der Experten  nur mit einem starken, solidarischen Europa meistern, schreibt die Fachgruppe in einer Medienmitteilung.

Einmal jährlich tagt die Fachgruppe, um operative Themen und Projekte für das laufende Jahr zu besprechen. Wirtschaftlich gesehen befindet sich die Branche insgesamt auf Rekordniveau. Der Branchenumsatz ist 2018 um 12 Prozent. Für die Hersteller am Produktionsstandort Deutschland liegt er bei 12,1 Milliarden Euro, 4 Milliarden Euro stammen aus dem Inland, 8,1 Milliarden Euro aus dem Ausland. Der Absatz auf dem deutschen Markt ist um 9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen und liegt sogar 8 Prozent über dem bisherigen Rekordjahr 2007. Die meisten Märkte Nord- und Westeuropas liegen auf ähnlich hohem Niveau, Süd- und Mittelosteuropa setzten 2018 ihre Erholung fort und wachsen weiter, wenn auch mit naturgemäss geringerem Volumen. Bis zum Branchenhöhepunkt bauma, die vom 8.bis  14. April 2019 stattfindet, sollte sich das Wachstum fortsetzen, danach vermuten die Experten einen leichten Abschwung. Der deutsche Markt wird mit moderaten Rückgängen immer noch auf einem sehr hohen Niveau bleiben. Für Europa ist eine Trendwende mit +/- 0 Prozent bis hin zu leichten Rückgängen realistisch. Der Weltmarkt wächst langsamer als 2018, ein Plus von bis zu 10 Prozent ist aber möglich. Die Vertreter der Baumaschinenhersteller rechnen bei der Entwicklung des Branchenumsatzes am Produktionsstandort Deutschland mit einem Wachstumspotenzial von insgesamt 3 bis 5 Prozent für dieses Jahr. «Wir sind auf einem Allzeithoch, nur war der Weg dorthin dieses Mal stabiler und nachhaltiger als 2007. Das macht Hoffnung, dass die Branche das gute Niveau auch länger halten kann», sagt Franz-Josef Paus, Vorsitzender des Fachverbands Baumaschinen und Baustoffanlagen. Bremsend wirke allenfalls der Mangel an qualifiziertem Personal auf Kundenseite. Insgesamt bleibe die Bauindustrie in Deutschland und Europa stark und stabil.