Workshop zur Baustelle 4.0 und zu Building Information Modelling BIM

Zum ersten Mal beteiligte sich der SBV am Digital Summit in Zürich, Der grössten Wissensmesse für die Herausforderungen der digitalen Transformation. Zafer Bakir, Leiter Digitalisierung beim SBV, erläuterte sowohl branchenfremden Zuhörern als auch interessierten Bauunternehmern die Herausforderungen der Digitalisierung im Bauhauptgewerbe.

 

Die Baubranche sei eine der bisher am wenigsten digitalisierten Branchen, erläuterte Zafer Bakir, Leiter Digitalisierung beim SBV, zu Beginn des Workshops, den er leitete. Dabei biete die Digitalisierung viele Chancen, sowohl in der Automatisierung von Prozessen als auch Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Ab der zweiten Hälfte des Workshops stand das Thema BIM im Fokus.

 

BIM ist heute der zentrale Treiber der Digitalisierung der Baubranche. Fehlende Standards und offene vertragsrechtliche Aspekte verunsichern allerdings noch viele Bauunternehmer, so Bakir. Es sei jedoch nur eine Frage der Zeit, bis diese Punkte auch geklärt werden. Deshalb glaubt Bakir, dass Bauunternehmer gut daran tun, sich frühzeitig mit BIM zu befassen, weil ihnen BIM viele Vorteile bringen kann, wie beispielsweise eine bessere Kommunikation, eine beschleunigte Kalkulation, ein leichteres Kostencontrolling und genauere Mengenermittlungen.

Gemäss Bakir beginnt die Einführung von BIM nicht mit dem Kauf einer BIM-Software! Bevor eine Software angeschafft wird, müssen konkrete Fragen beantwortet werden. «Welche Ziele will ich mit BIM erreichen?», lautet eine, andere könnten sein: «Welchen Nutzen erhoffe ich mir mit BIM? Welche BIM-Anwendungsfelder sind für mich als Bauunternehmer umsetzbar?» Diese und weitere Fragen gilt es vor der eigentlichen BIM-Anwendung zu klären. Gemäss Bakir wird der SBV in naher Zukunft eine Wegleitung für die strategische Einführung von BIM seinen Mitgliedern zur Verfügung stellen. Zum Abschluss des Workshops diskutierten die Teilnehmenden darüber, ob BIM für die kleinen Unternehmen ein Thema wird. Das Fazit lautete, dass, wenn sich BIM durchsetzt, Unternehmen nicht werden wählen können, ob sie bei BIM mitmachen oder nicht. In Ausschreibungen könnte BIM gefordert werden und es könne sein, dass man Pläne nur noch digital erhalten wird.

Am Workshop nahmen unter anderem Patrick Hofstetter von der Bauunternehmung Hofstetter AG und Manuel Bangerter, Bauführer Soltermann AG teil, die ihre Eintritt-Tickets beim SBV-Wettbewerb gewonnen hatten.