Wirtschaftsmotor soll nicht ins Stocken geraten

Im Jahr 2017 verzeichneten die Baumeister von Ob- und Nidwalden ein hohes Arbeitsvolumen.  Die hohen Arbeitsvorräte werden das Jahr 2018 prägen. Der Sektionspräsident Matthias von Ah erklärte, der Bau als Wirtschaftsmotor dürfe nichts ins Stocken geraten.

Die Zentralschweizer Baumeisterverbände blicken generell auf ein gutes Jahr 2017 mit einem moderaten Wachstum zurück. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe stiegen gesamtschweizerisch um 4 Prozent an. Auch die Kantone Ob- und Nidwalden können sich über ein hohes Bauvolumen freuen, wie Matthias von Ah, Präsident des Baumeisterverbandes Unterwalden (BVUW), an der Generalversammlung im Hotel Wilerbad in Wilen erklärte. Die Statistiken seien hier zwar schlecht lesbar, da viele Firmen einen grossen Teil ihres Umsatzes ausserhalb des Verbandsgebietes leisten. Dennoch dürfe man gerade im Hochbau von einer guten Entwicklung sprechen. Der Arbeitsvorrat (Hoch- und Tiefbau) lag Ende 2017 um satte 38 Prozent höher als noch im Vorjahr. Ein Wert, der fast das Niveau des Rekordjahres 2015 erreicht. Bei den ausgelösten Bauvorhaben im ersten Quartal 2018 ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent festzustellen.

Nachwuchswerbung als Dauerthema

Mit rund 1000 Beschäftigten ist das Bauhauptgewerbe einer der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren in den Kantonen Ob- und Nidwalden. «Dieser Wirtschaftsmotor darf auf keinen Fall ins Stocken geraten», erklärte Matthias von Ah den Anwesenden. Zu den grössten Herausforderungen der Baubranche gehört weiterhin der Nachwuchs. Erst recht, nachdem die Zahl der neu eintretenden Lernenden im letzten Sommer zentralschweizweit um 8 Prozent (UW: -19 Prozent) zurückging und viele Unternehmen Mühe bekunden, ihre Lehrstellen mit geeigneten Jugendlichen zu besetzen. Von Ah rief die Mitglieder auf, bei ihren Bemühungen noch aktiver zu werden und sich stetig zu hinterfragen, ob die Lehrstellen für Junge auch tatsächlich attraktiv sind. Dies nicht zuletzt im Interesse der ganzen Branche. Um Jugendlichen die Bauberufe schmackhaft zu machen, führt der Verband in beiden Kantonen einen Baustellen-Schnuppernachmittag durch: am Mittwoch, 6. Juni, bei der Niederberger Bau AG in Dallenwil, am Mittwoch, 13. Juni, bei der PK Bau AG in Giswil.

Thomas Gasser geehrt

Der Baumeisterverband Unterwalden darf sich über den Eintritt von zwei neuen Mitgliedern freuen. Es sind dies: Albert Bucher AG, Kägiswil; Mapei Suisse SA, Sorens. Damit beträgt der Gesamtbestand neu 54 A-Mitglieder und 12 B-Mitglieder. Thomas Gasser, ehemaliger Inhaber und Geschäftsführer der Gasser Felstechnik AG in Lungern, war von 1997 bis 2009 im Vorstand tätig. Für seine grossen Verdienste wurde er von der Versammlung zum Freimitglied ernannt.