Trotz Querelen: Sika vermeldet Rekordgewinn

Publikationsdatum: 29.07.16|

Die Streitigkeiten rund um eine allfällige Übernahme haben beim Bauchemiekonzern Sika offenbar keinen negativen Einfluss auf das Ergebnis. Im ersten Halbjahr 2016 vermochte das Unternehmen den Gewinn im Jahresvergleich fast um ein Viertel zu steigern. Das bedeutet einen weiteren Umsatzrekord.

Für einmal gute Kunde aus dem Hause Sika: Zwischen Januar 2016 und Ende Juni 2016 steigerte das in Zug ansässige Unternehmen den Umsatz um 6,9 Prozent auf 2,8 Milliarden Franken. In Lokalwährung beträgt die Steigerung 7,6 Prozent. Der Reingewinn konnte im Vergleich zum Vorjahr um satte 24,8 Prozent von 197 auf 246 Millionen gesteigert werden, das bedeutet einen neuen Rekord für ein erstes Halbjahr.

Jan Jenisch, Vorsitzender der Konzernleitung: «Unsere Investitionen in neue Produkte, Ländergesellschaften und in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten zahlen sich aus. Alle Regionen trugen zum Rekordergebnis im ersten Halbjahr bei, und mit einem Umsatzplus von 7.6 Prozent in Lokalwährung setzen wir unsere Wachstumsstrategie eindrucksvoll fort. Zweistellige Zuwachsraten erzielten wir in den USA, Kanada, Argentinien, Chile, UK, Afrika, Südostasien, der Pazifik Region und im Bereich Automotive. Unsere Wachstumsstrategie konnten wir mit zwei weiteren Ländergesellschaften und sechs neuen Fabriken auf gewohnt hohem Niveau halten. Das Engagement und die Leistung unserer Mitarbeiter in nunmehr 95 Ländern ist die Grundlage unseres Erfolgs. Mein Dank geht an unser globales Team für seinen enormen Einsatz bei zum Teil schwierigen Rahmenbedingungen. Mit diesem Engagement und der Stärke unseres Wachstumsmodells können wir optimistisch in die Zukunft und auf das zweite Halbjahr 2016 blicken.»

Verantwortlich für das gute Ergebnis war zum einen die Währungssituation, zum anderen die Lage an den Rohstoffmärkten.

Übernahme oder nicht?

Schlagzeilen machte Sika zuletzt, weil sich das Management gegen die Pläne der Gründerfamilie Burkard wehrte, Sika von Saint Gobain übernehmen zu lassen. Auf das Tagesgeschäft haben die Streitigkeiten, die nächstens vor Gericht ausgetragen werden, aber offensichlich keinen negativen Einfluss.